Montag, 13. November 2017

GedankenGut

An diesem 13. im November 2017, da will es weiterziehen, mein GedankenGut. Bisher war es auf meiner Wildmohnfrau-Homepage daheim gewesen. Dort ist es voll und eng geworden mit der Zeit. Dort soll es übersichtlicher und klarer werden in diesen Tagen, wo sich die Welt draußen immer mehr in graue Nebel einhüllt, um darin das Neue zu spinnen und weben.

2013 war es, als mich plötzlich die Musen geküsst haben. Ich sollte von ihnen erzählen, sollte das weitergeben, was sie mich über sie haben wissen lassen. Neun sind sie, die Musen. Göttervater Zeus versuchte, sie als seine Töchter auszugeben. Doch sie waren schon laaange vor seiner Zeit. Ob er ihr Sohn ist? Das könnte gut sein. Auch wenn seine Söhne uns bis heute ganz was Anderes zu erzählen versuchen.


Die Schutzgöttinnen der Künste und Wissenschaften, sie wollen wiederkehren aus ihrem Ghetto. Erato hat mich dazu inspiriert, mehr über sie und ihre Schwestern zu erzählen. Und über mich, ihre Tochter. Davon, wie mich die Neun wachgeküsst haben...

Da wir in einer Zeit leben, in der wir zwar viel Wissen angehäuft haben und doch immer weniger "wissen", möchte ich Euch die Musen kurz vorstellen:

Klio, Muse der Geschichtsschreibung
Euterpe, Muse des Flötenspiels und GEsangs
Kalliope, Muse der epischen Dichtung und der Wissenschaft
Erato, Muse der Lyrik, der Liebesdichtung
Melpomene, Muse der Tragödie
Terpsichore, Muse des Tanzes
Thalia, Muse der Komödie
Urania, Muse der Astronomie
Polyhymnia, Muse der Musik

Noch viel gibt es über sie zu erzählen und bei gegebener Zeit werde ich das auch tun. Doch vorerst wünscht Erato sich von mir, daß ich über ihr Wirken in meinem Leben erzähle. In ihrer Sprache...und solltest du es nicht erwarten können, mehr über die neun Musen zu erfahren, so wünsche dir von ihnen das Buch "Die tanzende Göttin" von Heide Göttner-Abendroth.


Novembergrau, Novemberblau

Dort, wo die Hochnebel sich lichten
Den Blick freigeben auf die dahinter liegenden Schichten

Möglichkeit einer klaren, tiefen, weiten Schau
Nach einer langen Zeit im endlos erscheinenden Grau

Herbstfarben, die aus den Nebeln steigen
Die Kraft der Verwandlung in all ihrer Buntheit zeigen

(November 2013)



Nach Jahren, in denen Klio und Terpsichore meinem Lebensweg vorausgegangen sind, klopft Erato wieder bei mir an. Noch zögere ich und überlege, wie weit ich ihr dieses Mal die Tür zu meinem Leben öffnen will, öffnen kann. Einstweilen aber erzähle ich aus jener Zeit, in der sie erstmalig die Räume meines Lebens durchflutet und erhellt hatte mit dem Zauber ihrer Worte:


Nia mehr gstuzte Flügel

De Freiheit in mein Lebm
de kann i ma nur selba gebm!
Nur dann bin i frei und leb mei Lebm
de Verantwortung dafia is alloanig mia selba gebm.
Vü z'lang hab i drauf gwart, daß wer kimmt, vü z'lang erlaubt,
daß ma mia de Verantwortung fia mei Lebm abnimmt.
Vü z'lang auf des, was de Anderen sagn, ghert.
Vü z'lang denkt, i bin des do ois gar net wert.
Vü z'seltn auf de Stimm aus mein Bauch ghert.
Vü z'lang net gmerkt, wia ois lauft vakehrt.
Do vü z'lang is nu lang net z'spat,
plötzlich se mei Lebm in a ganz andere Richtung draht.
Zögerlich nur, do sie imma deitlicher wird,
de Stimm aus mein Bauch und aufamal vü Neiches passiert.
Imma klarer klingt's, de Stimm da tiaf in mia drin,
ois was i gspiar macht aufamal so vü Sinn.
I lass mi mit ihr treibm, lass mi von ihr führn,
mecht ois mit neiche Augn segn und mei Lebm mit Lust und Sinnlichkeit gspürn.
Mecht lachn, mecht rern, mecht tanzn, mecht schrein,
mecht lebendig wia a Kind mit offene Flügln sein!

(Juli 2005)


Dein Herz

Horch, dein Herz, es wü da was sagn,
is net so, du tuast meist de anderen fragn?
Kann i des machn, derf des sein,
horch doch nur in dein Herz hinein.
Da drinn, da kannst de Antwort findn,
horch oafach eini und dein Zrissnheit werd vaschwindn.
Wei wichtig is net, was de Anderen über di sagn,
für de entscheidenden Schritte muaßt nur de Stimm in dein Herzn fragn.

(Jänner 2005)


Trau i mi?

Trau i mi oder trau i mi ned?
I trau mi aber irgendwia trau i mi a ned.
I trau mi ned oder trau i mi derd?
Ja, i trau mi derd oda eppert do ned?
Vor lauta traun oder a ned
bin i iatzt im Hirn drin scho ganz bled.

(Jänner 2005)


Land'n

Da Blick in deine Augn laßt mi vibriern,
i fang an, den Boden unta mia zu valiern.
Bist du da wann i fall, fangst du mi auf?
Du bist da wenn i fall, i vatrau drauf.
I lass mi falln und landt in dir.
Lass du di falln und land in mir. 

(Juli 2005)


De Liab endlich fliaßn lassn

Liebe gebm, von ganzem Herzen,
Angst vor de Folgn, Angst vor de Schmerzen.
Mi trotzdem net vaschliaßn,
mit da Angst, mit de Folgn lebm miaßn.
Einlassn, aushaltn und zualassn,
de Liab endlich wieda fliaßn lassn.

(März 2004)


Muscheln in meiner Hand

Muscheln in meiner Hand,
Millionen davon im naßen Sand.
Mit Furchen und Rillen
genau mit solchen wollte sie spielen. 
Hat sie nun endlich gefunden,
an diesem Strand, in den frühen Morgenstunden.
Darum also sollte sie hierherkommen,
die Sehnsucht meines kleinen Mädchens hat "Form" angenommen.
Muscheln mit Rillen am heißen Strand,
 das Mädchen in mir hüpft vor Freude im naßen Sand. 

(Caorle September 2004)








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